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Über 220 Säugetierarten (+25 Mee­res­säuger) kommen in Costa Rica vor, davon sind allerdings etwa die Hälfte Fledermaus-Arten (107). Am häufigs­ten bekommt man Affen zu Gesicht.

 

Affen (Simiae)

affeIn Costa Rica kommen vier Arten vor. Wegen ihrer breiten Nasen mit weit auseinanderstehenden Nasenlöchern werden sie als Überfamilie der Breitnasen (Platyrrhina) zusammengefasst. Alle vier Arten gehören zur Familie der Kapuzinerartigen (Cebidae). Sie leben als tagaktive Baumbewohner in Paaren oder Gruppenverbänden von 10 bis 40 Tieren.

  • Mantelbrüllaffe (mono congo): Die häufigste Art in Costa Rica. Ihre Fellfärbung ist meist schwarz, manchmal auch bräunlich. Auffällig sind ihre langsamen Bewegungen, denn sie ernähren sich ausschließlich von Blättern und Früchten und müssen daher mit ihren Energiereserven haushalten. Dies ist auch der Grund dafür, dass die Männchen ihr Revier nicht mit Kämpfen verteidigen, sondern durch ein ohrenbetäubendes Gebrüll, das eher an eine wildgewordene Elefantenherde erinnert als an mittelgroße Affen.
  • Geoffroy-Klammeraffe ( mono colo­rado oder mono araña ): Die beiden spanischen Namen nehmen Bezug auf die rotbraune Färbung des Felles und ihre starken Klammerschwänze ( araña = Spinne), mit denen sie sich geschickt in den Bäumen fortbewegen und sich gelegentlich sogar daran aufhängen, um alle vier „Hände" frei zu haben. Diese sehr aktiven Tiere bevorzugen dichte Waldgebiete und fressen vor allem Früchte (mind. 80 %), aber auch Blätter und Blüten.
  • Weißschulterkapuziner (mono carablanca): Diese drolligen Tiere kommen in Waldgebieten des ganzen Landes vor. Den Namen tragen sie wegen ihrer „Kapuzinerkutte": schwarzes Fell, im Gesichtsumfeld und oberen Brustbereich weiß. Kapuzineraffen leben in großen Sozialverbänden und ernähren sich von Insekten und Früchten, aber auch von Vögeln, Leguanen und kleinen Säugetieren.
  • Rotrücken-Totenkopfaffe ( mono tití oder mono ardilla ): Die kleinste Affenart des Landes gilt inzwischen in ihrem Bestand als stark bedroht und kommt in Costa Rica nur noch im südpazifischen Raum vor (Manuel Antonio, Corcovado). Auffällig ist die orange-goldene Fellfärbung und die weiße Gesichtsmaske. Sie ernähren sich von Insekten, kleinen Früchten, Blättern, Blüten, Nektar und auch von kleinen Wirbeltieren.

 

Raubkatzen (Felidae)

Sechs verschiedene Arten von Raubkatzen leben meist sehr zurückgezogen in verschiedenen Regionen des Landes. Da die Tiere scheu und oft nachtaktiv sind, sind die Chancen gering, ihnen in freier Wildbahn zu begegnen.

  • Ozelotkatze (caucel/oncilla): Die kleinste, auch Tigerkatze genannte Fleckkatze erreicht in etwa die Größe einer gro­ßen Hauskatze (40 bis 55 cm). Sie lebt in Höhenlagen bis 3200 m und er­nährt sich von kleinen Säugetieren und Vögeln.
  • Wieselkatze (jaguarundi/león breñero): Die Raubkatze besitzt ein einfarbig braunes oder schwarzes Fell ohne Flecken. Die dunklen Varianten können leicht mit Tayras verwechselt werden. Ohne ihren langen, schlanken Schwanz erreicht sie eine Länge von 50 bis 77 cm. Das Tier lebt in Höhen bis zu 2200 m und erbeutet Vögel und kleine Säugetiere.
  • Baumozelot (margay): Wegen seines auffällig langen Schwanzes wird das Tier auch als Langschwanzkatze bezeichnet. Es hat ein geflecktes Fell und erreicht eine Länge von 53 bis 79 cm. Das nachtaktive Tier lebt als scheuer Einzelgänger in Höhen bis 900 m vorwiegend auf Bäumen und frisst kleine Säuger, Vögel, Arthropoden, Früchte und gelegentlich sogar Blätter. Da die Katze mehr in den Bäumen lebt, jagt sie im Gegensatz zu den anderen Katzen verstärkt die baumlebende Fauna.
  • Ozelot (manigordo): Die mittelgroße Fleckkatze wird etwa 70 bis 100 cm lang, bei einer Schulterhöhe von etwa 45 cm. Das Fell weist längliche Flecken auf, und der Schwanz ist kürzer als beim Baumozelot. Wie dieser lebt es als Einzelgänger und ist vorwiegend nachtaktiv. Der Ozelot ist jedoch nur selten auf Bäumen anzutreffen, meist lebt er am Boden in Höhenlagen bis 1500 m und darüber. Gelegentlich kommt er auch in die Nähe menschlicher Siedlungen, wo er sich auch schon mal Geflügel fängt. Wegen seines schönen Felles werden diese in den Wäldern Mittel- und Südamerikas lebenden Tiere nach wie vor stark bejagt.
  • Puma oder Berglöwe (puma): Der einfarbig braune Bergbewohner erreicht eine Länge von 105 bis 180 cm, eine Schulterhöhe von etwa 60-90 cm und ein Gewicht von bis zu 100 kg. Auffällig ist das dunkle Schwanzende. Der scheue Einzelgänger ist für Menschen relativ ungefährlich und kommt in ganz Amerika bis auf 4500 m Höhe vor (in Costa Rica bis 3300 m), sowohl in Wüstenregionen wie auch im Regenwald. Er ist tag- als auch nachtaktiv. Seine Beute sind Hirsche, Agutis, Pakas, Ratten und Schlangen.
  • Jaguar (tigre): Das größte Raubtier des Landes wird bis 1,80 m lang und bis zu 150 kg schwer, bei einer Schulterhöhe von 55 bis 80 cm. Die Fellzeichnung besteht aus Ringen, die einen oder mehrere Flecken aufweisen. Der tag- und nachtaktive Einzelgänger lebt häufig in Feuchtgebieten bis 2000 m Höhe und erbeutet dort grö­ßere Säugetiere, Kaimane, Schildkröten, Vögel und Fische. Man hat beobachtet, dass Jaguare in Costa Rica vermehrt Meeresschildkröten fressen, vermutlich, da es leichte Beute ist und andere Beutetiere wie Pekaris und Hirsche durch Wilderei immer mehr verschwinden. Jaguare sind weltweit in ihrem Bestand bedroht und auch in Costa Rica selten.

 

Nagetiere (Rodentia)

nagetierEs gibt zahlreiche Arten von Boden- und Baumratten, Land- und Wassermäuse, u.a. die Stacheltaschenmaus (ratón semiespinoso/ratón de bolsas) und die Baumwollratte (rata algodonera).

  • Hörnchen: In Costa Rica leben das Rothörnchen (ardilla coliroja), das Bunt­­hörnchen (chisa variada), das Berg­­hörnchen (ardilla de Poás), das zentral­amerikanische Zwerghörnchen sowie diverse weitere Hörnchenarten.
  • Paka (tepezcuintle): Das mit den Meerschweinchen verwandte Paka erreicht eine Körperlänge von rund 70 cm. Der nachtaktive Waldbewohner lebt in Erdhöhlen, die er in Wassernähe anlegt. Wie auch das kleinere Aguti wurden Pakas über Jahrhunderte wegen ihres Fleisches gejagt, aber auch für viele tierische Waldbewohner sind sie ein Leckerbissen.
  • Mittelamerikanisches Aguti (guatusa): Das Aguti, auch Goldhase genannt, ist kleiner als das Paka und erreicht etwa Kaninchengröße (max. 50 cm). Das mit seinem braunen Fell gut getarnte tagaktive Nagetier, dessen Hinterfüße in nur drei langen Zehen enden (vorn vier Zehen), ist mit dem Meerschweinchen verwandt. Durch seine Angewohnheit, Früchte und Samen in zahlreichen Löchern zu vergraben, spielt es eine wichtige Rolle für die Verbreitung von Pflanzen.
  • Baumstachler (puercoespín): Zu dieser Nagetierfamilie zählen in Mittel­amerika zwei Arten: der Greifstachler und der Wollgreifstachler, in Costa Rica kommt nur Letzterer vor. Die geschickten Kletterer bewohnen Waldgebiete, wo sie sich von Blättern, Früchten und anderer pflanzlicher Kost ernähren. Die einzellebenden Tiere haben ein aufrichtbares Stachelkleid, dessen Stacheln sich bei Berührung leicht lösen und sich in der Haut des Angreifers verhaken. Baumstachler sind nacht­aktiv, tagsüber schlafen sie.

 

Faultiere (Bradypodidae)

faultierIn Costa Rica gibt es zwei sehr ähnliche Arten dieser rein amerikanischen Säugetierfamilie, die man an der Fellfärbung und der Fingerzahl der Vorderfüße unterscheidet (an den Hinterfüßen haben beide Arten je 3 Zehen!). Beide leben in Baumkronen, die sie nur alle 1 bis 2 Wochen verlassen, um ihr Geschäft zu verrichten. Ihre sprichwörtliche Langsamkeit lässt sie ihre Futterquellen optimal nutzen: Die Nahrung wächst ihnen sozusagen entgegen. Die langsamen Bewegungen dienen jedoch nicht nur der Ener­gieein­sparung, sondern stellen auch einen guten Schutz vor Feinden dar, von denen sie meist gar nicht wahrgenommen werden.

  • Zweifingerfaultier (perezoso de dos dedos): Die größere Faultierart, Unau, wird bis zu 85 cm groß und hat ein bräunliches Fell.
  • Dreifingerfaultier (perezoso de tres dedos): Das Fell des Ai ist gräulich mit einer Gesichtsmaske, das Tier wird bis 60 cm groß.

 

Gürteltiere (Dasypodidae)

Neunbindengürteltier ( amardillo oder cusuco ): Der schützende Panzer des Tieres, das eine Länge von 36-
57 cm und ein Gewicht von nur 3-5 kg erreicht, ist in 7-10 Gürtel unterteilt. Das als Einzelgänger vorkommende Tier ist vorwiegend nachtaktiv und lebt in Höhen bis 1500 m. Wie die Ameisenbären ernährt es sich vor­wiegend von Ameisen, und anderen Insekten. Wegen seines wohlschme­ckenden Fleisches wurde und wird es vom Menschen gejagt.

 

Ameisenbären (Myrmecophagidae)

  • Zwerg-Ameisenbär (serafín de platanar): Das nur 16-22 cm kleine Tier wird auch Pygmäen-Ameisenfresser genannt. Der nachtaktive Baumbewohner hat ein helles, goldgelbes Fell und einen langen Wickelschwanz. Tagsüber schläft der Einzelgänger eingerollt wie ein Tennisball in Bäumen, wo er nur sehr schwer zu entdecken ist.
  • Nördlicher Tamandua (oso hormiguero oder oso colmenero): Die häufigste Ameisenbärenart erreicht eine Länge bis 67 cm und hat ein gelblich-hellbraunes Fell mit einer schwarzen "Weste". Auffällig sind die spitze Maul-Nasenpartie und der lange Schwanz mit nacktem Ende. In Höhenlagen bis 2000 m lebt das Tier am Boden und auf Bäumen. Der Hauptteil seiner Ernährung besteht aus Ameisen und Termiten, deren Bau es mit seinen langen, starken Vorderkrallen zerstört, sowie von Früchten. Bei einem Angriff richtet sich das Tier auf und kann mit seinen Krallen dem Gegner tiefe Wunden zufügen.
  • Riesen-Ameisenbär (oso caballo): Pferdebär nennen die Einheimischen dieses bis 1,30 m lange Tier mit dem langen „Schnabel". Sein Fell ist graubraun mit einem großen schwarzen Streifen an Hals und Schulter. Das Tier bevorzugt offene Flächen. In Costa Rica wurde es schon länger nicht mehr gesichtet, aber auf der Halbinsel Osa wurden Spuren gefunden.

 

Quelle: Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH