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Krokodile (Crocodylia)

  • kaimanSpitzkrokodil (cocodrilo): Vom südlichen Florida über ganz Mittelamerika bis in den Nordwesten Südamerikas findet man diese zu den echten Krokodilen zählende Reptilienart. Mit einer Länge von bis zu 7 m zählt sie zu den größten Krokodilarten überhaupt – das größte in Costa Rica gemessene Exemplar war stattliche 5,5 m lang. Das Spitzkrokodil, das man an seiner gelben Iris erkennt, kann sogar ins offene Meer schwimmen.
  • Krokodil-/Brillenkaiman (caimán): Dieser südamerikanische Brillenkaiman erreicht eine Länge bis 2,70 m. Das Tier ist dunkeloliv gefärbt, die Regenbogenhaut ist grünlich. Die Tiere bevorzugen langsam fließende Gewässer und tote Flussarme.

 

Schlangen (Serpientes)

In Costa Rica gibt es 135 Schlangenarten, das sind etwas mehr als 5 % aller weltweit vorkommenden Arten. Nur 18 Arten sind giftig.

  • schlangeAbgottschlange (boa): Für viele ist die Boa constrictor die klassische Riesenschlange schlechthin. Mit einer Länge von 3 bis 4 m (maximal 5,5 m) und einem Gewicht bis 60 kg ist sie zwar nicht gerade klein, aber immer noch kleiner als die Anakonda und einige Pythonarten. Die auch als „Königsschlange" oder „Götterschlange" bezeichnete Schlangenart ist von Mexiko bis Nordargentinien verbreitet, wo sie besonders Tieflandregenwälder (bis max. 1000 m Meereshöhe). In den religiösen Kulten der Indianer und schwarzen Sklaven spielte das schön gezeichnete Tier eine he­rausragende Rolle. Im Gegensatz zur Anakonda lebt die Boa auch in Bäumen und er­nährt sich von kleinen Säugetieren, Vögeln und Leguanen. Trotz ihres starken Gebisses wird sie dem Menschen nicht wirklich gefährlich; in manchen Gegenden Brasiliens wird sie sogar als „Haustier" gehalten: zur Vertilgung von Mäusen und Ratten.
  • Buschmeister (matabuey): Die größte und gefährlichste Viper (der spanische Name bedeutet „Ochsen­töter") wird bis 3,75 m lang und ist damit die größte Giftschlange Amerikas und nach der Königskobra die zweitgrößte Giftschlange überhaupt. Sie ist nahe verwandt mit der Klapperschlange, was man auch an einem verhornten Stachel am Schwanzende erkennen kann. Die Haut ist bräunlich und mit dreieckigen Feldern gezeichnet. Über den Schläfen verläuft ein dunkles Band, das gelb gesäumt ist. Das seltene Reptil lebt in ursprünglichen Urwaldgebieten (bis max. 1000 m) mit hoher Luftfeuchtigkeit und konstanter Temperatur. Der zu den Grubenottern zählende Buschmeister ernährt sich als am Boden lebender Ansitzjäger überwiegend von Säugetieren wie dem Aguti. Mit ihren bis 35 mm langen Giftzähnen und durch kräftiges Zubeißen kann sie das Gift tief in das Gewebe des Opfers hineinspritzen.
  • Trop. Klapperschlange (cascabel): Die auch cascaval genannte Gruben­otter, die überwiegend in Trockenwaldgebieten des tropischen Amerika lebt, ist die einzige Art der Gattung Crotalus (echte Klapperschlangen), die auch in Südamerika vorkommt. Ihren Namen erhält sie von den Hornrasseln am Schwanzende, mit denen sie ein klapperndes Geräusch verursacht. Bei jeder Häutung bildet sich ein neues Rasselglied. Das Gift der bis 1,80 m langen Schlange, die in 6 Unterarten vom südlichen Mexiko bis nach Brasi­lien verbreitet ist, enthält erhebliche Mengen an Nervengift. Ein Biss dieser Schlange wirkt wie der einer Puffotter und einer Kobra gleichzeitig. Die Todesrate liegt bei gebissenen Menschen bei 75 %; bei Anwendung des Serums jedoch unter 10 %.
  • Lanzenotter (terciopelo): Die auch als fer-de-lance bekannte Grubenotter erreicht eine Länge bis 1,90 m und ist sehr giftig. Für den Menschen ist ein Biss ohne sofortige Behandlung lebensgefährlich. Die Fortpflanzungsrate ist mit bis zu 71 Jungtieren sehr hoch, und vor allem in Costa Rica ist die Schlange in feuchten Waldgebieten häufig. Nicht zu verwechseln ist diese Art mit der wesentlich kleineren Schlegel'schen Lanzenotter, die in mehreren Farbschattierungen vorkommt.
  • Korallenschlangen (corál): Die bis 1,50 m lange Giftnatter der Gattung Micrurus ist in Mittelamerika mit 26 Arten vertreten. Ihre Beute besteht aus Eidechsen und kleinen Schlangen, selten aus Jungvögeln, Fröschen und Insekten. Da ihre Kieferknochen nur wenig dehnbar sind, verschlingt die Giftschlange ihre Beute langsam. Bissverletzungen bei Menschen sind selten, gehen dann aber häufig tödlich aus. Zahlreiche ungiftige Schlangen der Familie Nattern (Colubridae) kopieren das rot-gelb-schwarze „Korallenkleid" der Korallenschlange. Eine Faustregel besagt, dass bei den Giftnattern wie bei einer Verkehrsampel gelbe (manchmal auch weiße) Ringe direkt an rote Ringe grenzen, während bei den ungiftigen Arten zwischen rot und gelb ein schwarzer Zwischenring liegt. Aber es gibt auch ungiftige Schlangen, deren Färbung mit den Giftnattern identisch ist.

 

Meeresschildkröten (Chelonioidea)

Neben den Sumpfschildkröten (Emydidae) und Landschildkröten (Testudinidae) ist diese Gruppe der Schildkröten schon allein wegen ihrer enormen Größe auffällig. Die Tiere gehen nur zur Eiablage an den Strand, kehren dabei an den Ort ihrer Geburt zurück, Nahrung: Krebse und Weichtiere.

  • Lederschildkröte (tortuga baula): Die größte Meeresschildkrötenart wird über 2 m lang und erreicht ein Gewicht bis 600 kg. Ihr Panzer besteht aus kleinen Knochenblättchen, die mit einer dicken, lederartigen Haut bedeckt sind. Das Weibchen legt an der Karibikküste von Februar bis Juli seine Eier ab (vor allem im April und Mai), an der Pazifikküste von Oktober bis Mitte März.
  • Grüne Meeresschildkröte (tortuga verde): Diese lange als Speisetier verwendete und daher auch als Suppenschildkröte bezeichnete Art wird bis 1,50 m lang und bis 150 kg schwer. Zur Eiablage (Juli–September) geht sie in großen Mengen an die Strände der karibischen wie pazifischen Seite Costa Ricas. Weitere Informationen hierzu im Kapitel Karibik bei Tortuguero.
  • Karettschildkröte (tortuga carey): Die kleinste Art der Meeresschildkröten wird bis 1 m lang. Ihr Rückenpanzer besteht aus echtem Schildpatt, weshalb sie intensiv bejagt wurde (und wird).
  • Olive Bastardschildkröte (tortuga lora): Auch diese Meeresschildkröte, die im Indischen Ozean, an der Westküste Afrikas und der Pazifikküste Mittel- und Südamerikas vorkommt, hat einen schönen Panzer. Das wichtigste Eiablagegebiet in Costa Rica ist der Nationalpark Sta. Rosa, wo in den Monaten September und Oktober Tausende von Tieren in so genannten arribadas an Land gehen.
  • Unechte Karettschildkröte (tortuga jicotea negra): Diese Schildkröten haben einen glatten Rückenschild und ernähren sich von Krabben, Muscheln und anderen Meerestieren.

 

Echsen (Sauria)

leguanNeben zahlreichen Eidechsen (span. lagartijas ) sind es vor allem die Leguane (Iguanidae), die besonders im Tiefland beider Küsten vorkommen. Leguane sind Insekten- und Pflanzenfresser.

  • Grüner Leguan (iguana verde): Die größte Art der Leguan-Familie erreicht eine Gesamtlänge bis 2,20 m, wovon allerdings nur etwa 55 cm auf die Kopf-Rumpf-Partie entfallen. Der Rü­ckenkamm des Männchens wird bis 8 cm hoch, beide Geschlechter haben einen großen Kehlsack. Die Tiere leben bevorzugt an Flussrändern und können bis in 20 m Höhe klettern. Zu ihrer Verteidigung können sie mit ihrem muskulösen Schwanz kräftige Peitschenhiebe austeilen, was ihnen allerdings beim Menschen wenig hilft, der sie wegen ihres Fleisches bejagt. Das Weibchen vergräbt etwa 30 Eier im Boden; die Jungen schlüpfen erst nach über zwei Monaten.
  • Schwarzleguan (garrobo): Nur die Alttiere der bis über 1 m langen Ech­sen sind dunkel gefärbt, junge Schwarzleguane sind intensiv grün. Der Körper der Tiere ist seitlich abgeflacht, der Kamm ist kurz und der Schwanz mit Stachelschuppen besetzt, was eine wirkungsvolle Waffe darstellt. Da er einen geringeren Wasserbedarf hat als der Grüne Leguan, ist er auch in trockeneren Gebieten anzutreffen (z.B. Nicoya). Alttiere verbergen sich häufig in Baumhöhlen oder Felsspalten.
  • Helmbasilisk (basilisco/cherepo): Erwachsene Männchen dieser Leguanart haben einen aufstellbaren, knorpligen Kopfhelm und hohe Schwanz- und Rücken­kämme. Auf olivbraunem Grund verlaufen zwei helle Seitenstreifen mit dunklen Querflecken. Die bis 80 cm langen Tiere sind hervorragende Schwim­mer und ernähren sich vorwiegend von Kleintieren und Früchten. Eine Besonderheit sind ihre langen Beine, mit denen sie auf der Wasseroberfläche laufen können (weshalb sie auch im Englischen als Jesus Christ Lizard bezeichnet werden). Ermöglicht wird diese Fähigkeit durch die Zehen der Hinterbeine, die durch einen Hautsaum verbreitert sind. Außerdem wird die Wasseroberfläche durch die schnelle Bewegung nur sehr kurz be­rührt. Da diese Fortbewegungsart wesentlich schneller als Schwimmen ist – es wurden Geschwindigkeiten bis zu 12 km/h gemessen – ist sie eine überaus wirksame Möglichkeit der Flucht vor Feinden. Eng verwandt sind auch der grüne Stirnlappenbasilisk und der Streifenbasilisk.

 

Quelle: Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH