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Entdeckung und Eroberung (16. Jh.)

Am 18. September 1502 landete Christoph Kolumbus auf der kleinen Insel Uvita vor dem späteren Puerto Limón und war damit der erste Euro­päer in Costa Rica. Von hier unternahm er mehrere Erkundungsfahrten entlang der Küste. Er benannte die Region Costa Rica y Castillo de Oro („Reiche Küste und Goldene Burg"), und obwohl sich seine Hoffnung auf Gold und Reichtum nicht erfüllte, blieb der Name Costa Rica bestehen. Das Land wirkte nicht gerade einladend für Kolumbus, denn es war vollständig mit Urwald bedeckt und somit nahezu unzugänglich.

1519 startet Hernán Ponce de León und Juan de Castañeda von Panama zu einer Expedition, bei der sie den Golfo Dulce und den Golf von Nicoya erreicht, ohne jedoch an Land zu gehen. Daraufhin kam 1522 Kapitän Gil González Dávila von Panama über Land mit 100 Mann bis zur Bucht von Caldera und an den Golf von Nicoya, wo er einige Tage in der Chorotega-Hauptstadt verweilte. Über Land zog er weiter nach Nicaragua und entdeckte den Lago Cocibolca, es kam zu Kämpfen mit Einheimischen, woraufhin er sich Richtung Süden zurückzog. Während dieser Expedition wurden angeblich 32.000 Indianer getauft.

 

Die erste spanische Siedlung Bruselas an der Ostseite des Golfes von Nicoya wurde im Jahre 1524 auf Befehl von Francisco Fernández de Córdoba gegründet. Das zunächst freundschaftliche Verhältnis zu den Ureinwohnern, den Chorotega, schlug durch die Besatzermentalität der Spanier schon bald ins Gegenteil um, was mit der Zerstörung der Siedlungen durch die Indios endete.

1540 wurde Costa Rica, das bisher Panama unterstand, der Audiencia de Guatemala angeschlossen und damit von Guatemala aus verwaltet. Das Land besaß zunächst lediglich als Durchgangsgebiet im Handel zwischen Panama und Guatemala eine untergeordnete Bedeutung.

Das Landesinnere, die fruchtbare und klimatisch angenehme, eher europäische Hochebene des Valle Central, wurde erst in den 60er Jahren des 16. Jahrhunderts verstärkt kolonialisiert. 1560 wurde der junge Rechtsanwalt Juan de Cavallón, bis dahin Verwalter von Nicaragua, beauftragt, diesen Teil des Landes für die spanische Krone zu erobern. Anfang 1561 gründete er mehrere Siedlungen zwischen der Pazifikküste und dem Hochland, das er aber wegen der aufständischen Indianer nicht unter Kontrolle bringen konnte.

Sein Nachfolger als Verwalter Nicaraguas, Juan Vásquez de Coronado, erreichte im folgenden Jahr mit 80 Mann das Valle Central und konnte durch geschickte Verhandlungen mit den In­di­anern Fuß fassen. So gründete er, der zwei Jahre später zum ersten Gouverneur Costa Ricas bestimmt wurde, im Juni 1563 die Stadt Cartago, die bis 1823 Costa Ricas Hauptstadt sein sollte.

Im Jahre 1575 legte der spanische König Felipe II. die Grenzen der Provinz Costa Rica fest. Sie reichte im Süden bis zur Laguna de Chiriquí ins heutige Panama hinein, schloss aber den Norden der heutigen Provinz ­Guanacaste und die Halbinsel Nicoya noch nicht ein.

 

Die Herrschaft der Spanier (17./18. Jh.)

Vom zentralen Hochland aus erfolgte im 17. Jahrhundert nach und nach die Besiedlung der gesamten Hoch­ebene. Die Spanier hatten Getreide, Rinder, Schweine, Pferde, Esel und Hühner aus Europa mitgebracht. Die Küstengebiete hingegen wurden immer wieder von Freibeutern angegriffen, was eine Besiedlung verhinderte.

Wie in allen Provinzen des spanischen Kolonialreiches etablierte sich auch in Costa Rica das System der Encomienda, welches den Konquistadores und Siedlern aus Spanien Ländereien zur Verwaltung übergab und sie berechtigte, die dort lebende indianische Bevölkerung zu Arbeitsdiensten und Tributzahlungen zu verpflichten. Dafür sollten diese von den spanischen Herren im katholischen Glauben unterrichtet werden, was aber vor allem als Vorwand diente, um die Ausbeutung zu rechtfertigen. Die bereits zu Beginn der spanischen Eroberung zahlenmäßig schwache indianische Bevölkerung wurde von den Eroberern für den Getreideanbau und die Viehwirtschaft versklavt.

 

In vielen blutigen Aufständen leisteten die Indios im 16., 17. und 18. Jahrhundert erbitterten Widerstand gegen die grausame Kolonisation der Spanier, wodurch sich ihre Zahl noch mehr verringerte. Bereits während der ersten 100 Jahre spanischer Herrschaft schrumpfte ihre Zahl bis auf die Hälfte zusammen.

 

Die Entwicklung der Provinz Costa Rica ging sehr schleppend voran, da im Gegensatz zu Mexiko und Bolivien keine nennenswerten Bodenschätze ausgebeutet werden konnten und die Verwaltungshauptstadt Santiago de los Caballeros (das heutige Antigua Guatemala) zu weit entfernt war. So waren die Städte, die im 18. Jh. gegründet wurden (Heredia 1706, San José 1737, Alajuela 1782), zunächst nur kleine Dörfer mit einer Kirche im Zentrum.

Zum Ende des 18. Jahrhunderts war erst ein sehr kleiner Teil des Landes landwirtschaftlich nutzbar gemacht worden, die Fläche warf wenig Früchte ab, die Anbaumethoden waren primitiv und die Bevölkerung entsprechend arm. Für Spanien war das arme Costa Rica daher uninteressant und entwi­ckelte sich zu einer Randprovinz der Audiencia Guate­mala.

Das einzige Exportprodukt (neben dem Handel mit Sklaven) wurde in der Karibikregion angebaut: Das Klima dort ist ideal für Kakao, und mit den Sklaven standen kostenlose Arbeitskräfte zur Verfügung. Nachdem der Handel mit Kakao aber Mitte des 18. Jh. in eine Krise geriet, begann man, Tabak anzubauen, und da die Nachfrage hierfür stieg, konnte man einen bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung verbuchen. In dem 1737 mit dem Bau einer Pfarrkirche gegründeten Villa Nueva de la Boca del Monte, dem späteren San José, wurde durch eine eigene Ausfuhrkonzession ein neuer und gut organisierter Tabakhandel ermöglicht. Doch der Tabak war von minderer Qualität, und die Verwaltungshauptstadt Guatemala zog diese Konzession 1810 zur Verbesserung der eigenen Einnahmen zurück.

Anfang des 19. Jahrhunderts brachte ein costaricanischer Tabakhändler eine Kaffeepflanze aus Kuba mit. Zum ersten Mal wurde auf dem lateinamerikanischen Festland Kaffee angebaut, was bald für einen immensen wirtschaftlichen Aufschwung des Landes sorgen sollte.

 

Geschichte Costa Ricas im Überblick

1502 Christoph Kolumbus landet auf seiner 4. Reise auf der Isla Uvita vor der heutigen Stadt Pto. Limón

1524 erste spanische Siedlung Bruselas, 1526 vernichtet

1540 Trennung von Panama, Costa Rica gehört zur Audiencia de Guatemala

1563 Juan Vázquez de Coronado gründet Cartago

1575 Grenzfestlegung der Provinz Costa Rica durch den spanischen König Felipe II.

1821 Unabhängigkeit Guatemalas von Spanien, damit auch für Costa Rica

1823 Schlacht bei Cartago, Costa Rica tritt der Zentralamerikan. Föderation bei

1835 Guerra de la Liga, San José gewinnt und wird Hauptstadt

1835 Braulio Carrillo Colina wird Präsident

1838 Austritt aus der Zentralamerikanischen Föderation

1841 Präsident Braulio Carrillo entlässt die Regierung und ernennt sich zum Präsident auf Lebenszeit

1848 Ausrufung der Republik unter Präsident Juan Rafael Mora Porras

1850 Anerkennung durch Spanien, nominelle Unabhängigkeit

1856 Schlacht bei Sta. Rosa und Rivas: Sieg gegen Aggressor William Walker und seine Truppen, Juán Santamaría wird Volksheld

1869 Einführung der allgemeinen Schulpflicht

1871 Minor Cooper Keith beginnt mit dem Anbau von Bananen

1890 Fertigstellung der Eisenbahnlinie nach Pto. Limón

1899 Gründung der United Fruit Company (UFC), Ansiedlung von 1000 Arbeitern aus Jamaica

1914 Präsident Gonzáles Flores will die Steuergesetze zugunsten der Armen ändern

1917 Nach dem Militärputsch unter Frederico Tinoca beginnt eine 2-jährige Diktatur

1920 Bei demokratischen Wahlen kommt Julio Acosta Garcia an die Macht

1929 Infolge der Weltwirtschaftskrise stürzen die Weltmarktpreise für Kaffee und Bananen, was zu Arbeitslosigkeit und sozialen Spannungen führt

1934 Streik von rund 10.000 Arbeitern gegen die United Fruit Company

1940 Die Koalitionsregierung unter Präsident Angel Calderón Guardia beginnt soziale Reformen

1941 Costa Rica erklärt Deutschland und Japan formell den Krieg, greift aber nicht in Kampfhandlungen ein

1944 Koalitionsregierung unter Präsident Teodoro Picado, Gründung der Sozialdemokratischen Partei (PSD) unter José Figueres Ferrer

1948 Die Regierung annulliert Wahlen, bei denen der Oppositionskandidat Ulate gewonnen hatte, Präsident wird erneut Calderón. Nach einem Bürgerkrieg kommt es zur Kapitulation der Regierungstruppen und einer Junta unter Figueres. Er beginnt soziale Reformen, eine neue Verfassung beinhaltet die Abschaffung des Militärs

1949 Unter Präsident Ulate beginnt ein Bildungsprogramm. Es kommt zur Einführung der Mehrwertsteuer und Verbesserungen im Gesundheitswesen

1953 Präsident José Figueres Ferrer (PLN)

1974 Präsident Daniel Oduber Quiros (PLN)

1978 Präsident Rodrigo Carazo Odio (PUO, konservativ)

1982 Präsident Luis Albert Monge (PLN)

1983 Erklärung der unbewaffneten Neutralität

1986 Präsident Oscar Arias Sánchez (PLN)

1987 Für seinen Friedensplan für Mittelamerika erhält Präsident Oscar Arias Sánchez den Friedensnobelpreis

1990 Präsident Rafael Angel Calderón Fournier (PUSC, konservativ)

1994 Präsident José Maria Figueres (PLN)

1998 Präsident Miguel Angel Rodriguez (PUSC)

2001 Im März erteilt die Regierung einer US-Ölfirma die Genehmigung für Explorationsbohrungen in der Region Talamanca. Diese Entscheidung stößt auf heftige Kritik bei Umweltorganisationen

2002 Präsident Abel Pacheco (PUSC)

Seit 2006 Präsident Oscar Arias Sánchez (PLN)

Quelle: Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH