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kinder-2Die Einwohner Costa Ricas, die sich selbst als Ticos bezeichnen, sind zum größten Teil Nachfahren der spanischen Eroberer, so genannte Kreolen (über 75 %). Heute ist diese Gruppe kaum mehr zu trennen von den Mestizos, die sowohl spanische als auch ­indianische Vorfahren haben. Zusammen machen die beiden Gruppen über 80 % der Gesamtbevölkerung aus. Der Anteil der Schwarzen und Mulatten, die vorwiegend an der Karibikküste leben, liegt unter 3 %. Im ganzen Land trifft man auch eine Minderheit von Chinesen, die meist Ende des 19. Jahrhunderts zum Eisenbahnbau ins Land kamen und heute als Händler oder Restaurantbesitzer ihr Leben bestreiten. Von der indianischen Urbevölkerung des Landes ­leben nur noch etwa 25.000 in Costa Rica, das entspricht einem Anteil von etwa 0,7 %. In 22 Reservaten mit einer Gesamtfläche von über 320.000 ha ­leben Angehörige von neun ethnisch verschiedenen Gruppen – direkte Nachkommen der präkolumbischen Kulturen des Landes. Die rund 250.000 in Costa Rica lebenden Ausländer stellen etwa 7,6 % der Bevölkerung.

 

Bevölkerungszahlen

Rund 4,4 Mio. Menschen leben in Costa Rica (2005). Somit hat sich die Gesamtbevölkerung des kleinen Landes in den letzten 30 Jahren mehr als verdoppelt: 1970 waren es 1,73 Mio., 1980 schon 2,28 Mio. und 1990 zählte man 3,01 Mio. Costaricaner. Die jährliche Wachstumsrate liegt derzeit bei etwa 1,8 %, was im Vergleich zu früheren Jahren zwar deutlich weniger ist (1950 z.B. 3,5 %), aber dennoch ein Bevölkerungswachstum von rund 80.000 Menschen pro Jahr bedeutet.

Im Vergleich zu Mitteleuropa ist aber Costa Rica immer noch dünn besiedelt: 82 Einwohner/km² gegenüber 231 Einwohner/km² in Deutschland oder 393 Einwohner/km² in den Niederlanden. Doch die Bevölkerung des Landes ist höchst ungleich verteilt: Über 50 % leben im Valle Central, dem zentralen Hochtal, das nur etwa 10 % der Fläche bedeckt. Im weiten Nordwesten, in der Provinz Guanacas­te, die rund 20 % der Landesfläche einnimmt, leben hingegen nur etwa
7 % der Bevölkerung. Der Anteil der städtischen Bevölkerung ist steigend, er liegt derzeit bei etwa 55-60 %.

 

Die Ticos – ein Volk für sich

Als Tourist kommt man zunächst mit einer bestimmten „Schicht" von Ticos zusammen, nämlich denen, die vom Tourismus leben, sei es in Hotels, Restaurants, bei Autovermietern oder Reiseveranstaltern. Diese sind gegenüber Touristen meist freundlich und hilfsbereit, doch in manchen Fällen drängt sich der Eindruck auf, dass einige vor allem das Geld sehen, das der Tourist bringt – kann man's ihnen verdenken?

Tatsache ist, dass die Einwohner von Costa Rica und ihre meist sympathische Wesensart für viele Ausländer ein Argument sind, das Land zu besuchen: Bei einer Umfrage des staatlichen Tourismus-Institutes ICT antworteten auf die Frage, was ihnen bei ihrem Aufenthalt in Costa Rica am meisten gefallen hat, 36 % der befragten Touristen mit „die Costaricaner" – die Naturschönheiten folgten mit 33 % erst an 2. Stelle!

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Doch wer die „normalen" Ticos kennen lernen möchte, sollte schon ein paar Spanischkenntnisse mitbringen, denn kommunikativ sind sie auf alle Fälle: Ob im Bus oder auf der Plaza – nach den üblichen Begrüßungsfloskeln und einigen allgemeinen Bemerkungen über das Wetter und die letzten Fußballergebnisse kommt man schnell zu Themen wie Familie, Wirtschaft oder Politik, und alle Ticos wollen natürlich wissen, wie es dem Besucher in ihrem Land gefällt, auf das sie mit Recht so stolz sind.

Überhaupt sind die Ticos in guter alter spanischer Tradition ein stolzes Völkchen, ohne dabei überheblich zu wirken. Auch wenn es vielen wirtschaftlich nicht gerade rosig geht – man lässt es sich nicht anmerken. Auffällig ist die gepflegte Erscheinung nicht nur der Damen, man kleidet sich modisch (auch wenn die Mode nicht die gleiche ist wie bei uns), und die Friseure machen gute Geschäfte – so mancher Tourist könnte sich ein Beispiel nehmen.

Ticos sind normalerweise friedliche Menschen und tragen Auseinandersetzungen meist mündlich aus (es gibt schließlich auch keine Armee), und sie sind sehr religiös – Kirchen und kirchliche Feste sind immer gut besucht. Die Familie spielt eine zentrale Rolle in ihrem Leben. Das Familienleben verläuft noch recht „traditionell", d.h. der Vater geht arbeiten, und die Mutter versorgt Kinder und Haushalt, doch auch hier brechen langsam alte Strukturen auf.

kinderKinderlieb sind die Ticos, und Kinder genießen weitgehende Freiheit – ein Schild „Spielen verboten" sucht man vergeblich. Rund 80.000 Babys erblicken jedes Jahr in Costa Rica das Licht der Welt. Sie werden wie kleine Prinzen und Prinzessinen verehrt und in für unsere Augen kitschige Kleidung mit Schleifchen und Rüschen gesteckt.

Zwei Leidenschaften bestimmen das Leben fast aller Ticos: der Sport und das (Lotterie-)Spiel. Im Gegensatz zu den Nachbarländern Panama und Nicaragua, wo nordamerikanische Sportarten wie Baseball und Basketball dominieren, ist es in Costa Rica vor allem der Fußball, um den sich alles dreht, und man sollte sich auf keinen Fall die Gelegenheit entgehen lassen, ein Fußballspiel selbst mitzuerleben. Aber viele sind nicht nur als Zuschauer, sondern auch selbst sportlich aktiv: Mit Fahrradfahren, Joggen und Wassersport halten sich viele fit – wer's nicht glaubt, der soll am Wochenende einen Blick in den Sabana-Park im Westen von San José werfen.

Ist es die Hoffnung auf den großen Treffer oder die Lust am Spielen, die nicht nur der staatlichen Lotterie riesige Umsätze einbringt? Vor allem in der Hauptstadt sieht man überall Losverkäufer, die das Glück beschwören – und damit erfolgreich sind.

Schließlich bleibt noch zu erwähnen, dass die Ticos – wie alle Latinos – gerne und ausgelassen feiern, und dazu findet sich immer ein Anlass: Ob Geburtstage und andere Familienfeiern, religiöse Feiertage oder der Erfolg der bevorzugten Fußballmannschaft – Hauptsache, man trifft sich, redet, trinkt und ist fröhlich!

 

Bildung

landschaftRund 96 % aller erwachsenen Ticos haben Lesen und Schreiben gelernt, eine im Vergleich zu anderen latein­amerikanischen Ländern erstaunlich hohe Rate. Ein Viertel aller Einwohner sind Schüler und Studenten, denn es ­herrscht Schulpflicht. Knapp 90 % besuchen eine staatliche (kos­tenlose), nur etwa 11 % eine private oder halbprivate Bildungseinrichtung.

Nach der Vorschule beginnt für die jungen Ticos und Ticas im Alter von sechs Jahren der Ernst des Lebens: die neun Jahre dauernde Grundschule (primaria) ist Pflicht, danach kann eine weiterführende Schule (secundaria) besucht werden, die nach weiteren drei Jahren zum Besuch einer Universität oder anderen Hochschule berechtigt.

An den vier staatlichen und zahlreichen privaten Universitäten des Landes – insgesamt sind es über 20 Hochschulen – sind rund 175.000 Studenten eingeschrieben. Die größte Universität des Landes ist die seit 1940 bestehende Universidad de Costa Rica (UCR, www.ucr.ac.cr) in San Pedro, östlich der Hauptstadt. Eine weitere große staatliche Universität ist die 1973 gegründete Universidad Nacional Autónoma (UNA, www.una.ac.cr) in Heredia. Das 1971 gegründete Instituto Tecnológico de Costa Rica (ITCR) mit Niederlassungen in Cartago und Cd. Quesada/San Carlos ist eine technische Universität, deren Ausbildung sehr praxisorientiert und berufsbezogen ist. Im Gegensatz zu den vorgenannten Unis ist die Universidad Estatal a Distancia (UNED) eine Fernuniversität. Die 1977 gegründete und damit jüngste staatliche Universität des Landes betreibt auch Umweltschutzforschung und richtet sich mit speziellen Projekten und Seminaren auch an die Öffentlichkeit.

Die beiden bedeutendsten der rund 50 Privat­universitäten des Landes sind die Universidad Internacional de las Américas (UIA, www.uia.ac.cr) im Westen von San José und die Universidad Latinoamericano de Ciencia y Tecnología (ULACIT, www.ulacit.ac.cr) im Norden der Hauptstadt.

 

Religion

Seit die ersten Spanier sich vor nahezu 500 Jahren in Amerika niederließen, ist die katholische Religion prägend für ganz Lateinamerika. In Costa Rica ist sie zwar nicht mehr Staatsreligion, aber immer noch sind rund 77 % der Bevölkerung katholisch; auch die meis­ten Indios bekennen sich heute zur katholischen Lehre. Die Ticos sind überwiegend sehr religiös, und so sind kirchliche Feste und Prozessionen immer gut besucht, wie übrigens auch die Kirchen selbst.

Neben der Katholischen Kirche, die einen großen gesellschaftlichen und politischen Einfluss besitzt, gibt es eine steigende Zahl protestantischer Glau­­bensgruppen, die meist aus den USA kommen und immer mehr Anhänger finden (ca. 14 %). Eine Minderheit stellen die rund 1500 Juden und die Ra­s­ta­faris an der Karibikküste dar, eine Glaubensgemeinschaft, die vor allem in Jamaica stark ist und mit einer eigenen Bibelauslegung für das Selbstbestimmungsrecht der Schwarzen eintritt.

 

Sprache

costa-rica-sprachreisen clip image001 0000Offizielle Landessprache ist Spanisch, daneben wird an der Karibikküste die jamaicanische Form des Patois gesprochen, einer Kreolsprache aus der Karibik, die sich zwar vom Englischen ableitet, aber dennoch schwer verständlich ist. Nur wenige Indianersprachen haben sich bis heute erhalten und werden auch meist nur noch von den Älteren gesprochen.

Das in Costa Rica gesprochene Spanisch hat sich wie überall in Latein­amerika im Laufe der Zeit vom Kastilischen hin zu einem eigenen Dialekt entwickelt. Die Aussprache ist härter, der spanische, dem englischen th ähnliche Lispellaut für das s entfällt, stattdessen wird das s stimmhaft gesprochen. Außerdem kommt einer ganzen Reihe von Wörtern eine andere Bedeutung zu, es gibt sogar einige eigene Wortschöpfungen, die für jeden Spanier unverständlich sind.

 

Quelle: Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH